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Nachwuchsleistungszentrum Bad Freienwalde eröffnet

Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) hat in Bad Freienwalde die neue 66-Meter-Skisprungschanze eröffnet. Im nördlichsten Wintersportzentrum Deutschlands würdigte er das Engagement der rund 120 Mitglieder des Wintersportvereins WSV 1923 Bad Freienwalde. "Es ist bemerkenswert, wie unbeirrbar die Unterstützer dieses Bakkens ihren sportlichen Traum verwirklicht haben", betonte der Ministerpräsident.

Die Mattenanlage ermögliche sowohl den 30 deutschen Nachwuchssportlern als auch den 15 Kindern aus der polnischen Grenzregion ein ideales Training. "Die Schanze wird neuen, mutigen Nachwuchs anlocken", sagte Platzeck. Nach dem Bau einer 10-, 20- und 40-Meter-Schanze in den vergangenen sieben Jahren ist nun auch der große Bakken fertiggestellt. Der Bau dauerte über ein Jahr und kostete rund 1,6 Millionen Euro.

Leiter der Anlage, die in Zukunft als Nachwuchsleistungsszentrum genutzt werden soll, ist der ehemalige Kombinierer Sven Koch, der auch den Jungfernflug machen durfte. "Beim zweiten Spung warens 55 Meter", sagt der 34 Jahre alte Thüringer, der heute als Brandenburgischer Landestrainer und als D/C-Kader-Trainer tätig ist.

Historie:
Bad Freienwalde mit seinem weitläufigen Hügelgelände war einst ein Wintersportzentrum, wie man sie sonst nur in Bayern, Thüringen, Riesengebirge und im Harz antraf. Zum ersten “Märkischen Wintersporttag” vom 12.-14. Januar 1924 kamen Tausende von Besuchern.Rodeln und Eislaufen hatten bereits eine lange Tradition: jetzt wurde der Ski-Langlauf zu einer zunehmend populären Disziplin. Das größte Interesse aber fand das Skispringen. Auf einer aus Schnee gebauten “Sprungschanze” am Papenberg fand 1924 erstmals ein Skispringen statt, bei dem bereits Weiten von 6 bis 9 Metern imponierten. Das war der Anfang. 
1929, beim 3. “Märkischen Wintersporttag” stand am Berghang zur Berliner Straße bereits eine Naturschanze bereit, deren Schanzenrekord bei 28 Metern gelegen haben soll. 24 Meter erzielte Birger Ruud, der spätere Olympia-Sieger.
Mitte der fünfziger Jahre besann man sich der Vorweltkriegstradition: Die Schanze wurde durch einen kleinen Turm im Anlauf erhöht und das Schanzenprofil verbessert, um Weiten bis zu 40 m erzielen zu können.
Die Initiative war vergebens. Vor 41 Jahren fand das letzte Ski-Springen statt. 
Es heißt, der Schnee sei ausgeblieben;dass wir seither nur milde Winter und keinen Schneefall gehabt hätten, wird sich aus den Aufzeichnungen des Wetteramtes wohl nicht ganz überzeugend belegen lassen.

>> Homepage WSV Bad Freienwalde

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